Ein Kartoffelschälbetrieb hatte zunehmend Probleme mit seinem Abwasser, denn hohe Konzentrationen von Stärke verursachten steigende Entsorgungskosten.
Durch ein neues Verfahren ist es möglich, diese Schmutzfracht kostengünstig abzutrennen und die Abwassergebühren entscheidend zu senken.
Da die Abtrennung der Stärke ohne Chemikalien erfolgt, kann der eingedickte Stärkeschlamm auch als Wertstoff an die Futtermittelindustrie oder an Schweinemastbetriebe verkauft werden.
Bei der Anlage wird das stärkebelastete Kartoffelwaschwasser zuerst über ein Grobsieb von gröberem Schmutz gereinigt und anschließend aus einem Vorlagebehälter in konstantem Strom einem Leiblein-Lamellenschrägklärer zugeführt. Die Partikel werden mittels lammellar angeordneter, schräg stehender Wabenfilter abgetrennt.
Im unteren zum Trichter geformten Teil des Leiblein-Lamellenschrägklärers sedimentieren die abgetrennten Partikel zu einem Schlamm, der einfach abgelassen oder abgepumpt werden kann.
In Versuchsreihen wurde die Funktionsfähigkeit über einen längeren Zeitraum unter Beweis gestellt.
Hierbei wurde die Menge der absetzbaren Stoffe in einem Fall von durchschnittlich 9,7 ml/l sogar auf 0,1 ml/l gesenkt. In einer anderen Versuchsreihe von 61,5 ml/l auf 0,5 ml/l.
Die im Schlammabzug zu erreichenden Konzentrationen lagen bei ca. 400 - 600 ml/l. Je nach Weiterverwendung können unterschiedliche Verfahren für die Schlammnachbehandlung ausgewählt werden.
Fallbeispiel eines Kartoffelschälbetriebes:
In diesem Fall ergab sich ein gutes Trennergebnis bei einer Klärflächenbelastung von ca. 0,4 m/h.
| Klärfläche Schrägklärer | : 19 m² |
| Durchsatz | : 8 m³/h |
| Absetzbare Stoffe | : 9,8 ml/l |
| Absetzbare Stoffe im Auslauf | < 0,1 ml/l |
Bei einem Durchsatz von 8 m³/h und einer Klärfläche von 19 m² ergibt sich eine Klärflächenbelastung von 0,42 m/h.
Der Anteil der absetzbaren Stoffe im Schlammabzug lag bei 400 - 600 ml/l.
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